Für’n Arsc…

Ute und Ansgar aus Münster sorgten sich ganz speziell um ein Körperteil. Den Hintern. Vorsorglich haben sie mir eine medizinische Satteldecke zugeschickt. Tja, als Münsteraner kennt man die Problemzonen eines Radlers halt bestens.


Alles im Lot

Das Zielfoto aus Istanbul hat meine Kollegen zu einer Sammelung am Nahrungsspenden veranlaßt. Auf der ‚Prinzenrolle‘ ist gar ein vergleichendes Bild mit ‚Johann‘ aus ‚Das Boot‘ aufgeklebt. Alle, die gleiches befürchten, sei nun der Schrecken genommen. Es wurde bestätigt, das meine Gestalt doch normal sei.


Selbsthilfe

Wenn sich die Reisenden selbst helfen, so sind 6 Fahrradstellplatz schnell verdoppelt. Das ist auch notwendig, denn auch für die Deutsche Bahn kamen die Ferien unterhofft. Nur etwa die Hälfte der Räder konnte in den Minizug von Regensburg nach Gera Platz finden. Dabei haben sie ihre Rückreise auf Montag gelegt, um der Rückreisewelle am Sonntag Abend auszuweichen.
Ich habe Platz in diesem Zug gefunden und bin ich zuversichtlich, meine Ankunft nicht noch einmal verschieben zu müssen.
Es ist schön, sich mit anderen Radlern über die jeweiligen Touren nochmals auszutauschen und Ideen für neue Touren zu bekommen. Aber keine Angst, von nun an nur noch kleine Touren. Das stand schon lange vor dieser Tour fest.
Meine Oberschenkel sind auch nur so dick wie die Waden von Claudia Pechstein geworden, immerhin.
Worauf ich mich nun freue: morgens aufzuwachen und zu wissen es gibt in Kürze ein belegtes Brötchen und Kaffee.
Was mir fehlen wird: das Radeln, die netten Bekanntschaften die man so alltäglich gemacht hat, die täglichen kleinen Abenteuer, …


Fazit

An dieser Stelle blicke ich auf die letzten 5 Wochen nochmals zurück. Solch eine Reise lebt von den Begegnungen, den Landschaften und dem Unvorhersehbaren – auch wenn letzteres das Ende ziemlich vertrübt hat. Was mir am Besten gefallen hat kann ich gar nicht sagen, will mich auch gar nicht festlegen. Wo ich mich aber ganz klar festlegen kann ist das Minusranking.
1. Platz: die Zugfahrt (dann weit abgeschlagen)
2. Platz: die Einfahrt nach Istanbul (vor allem die letzten 40km)
3. Platz: die Einfahrt nach Timisoara (und auch ein bischen die Ausfahrt)
Aber auch diese Erlebnisse werden irgendwann ein Teil eines – für mich – großen Ganzes sein, welche im Gesamten mit ‚es ist dann doch irgendwie gegangen‘ im Gedächtnis bleibt. Es gehört mit dazu.
Wie gesagt: All die schönen Dinge aufzulisten erspare ich mir, weil ich dann die letzten 5 Wochen nochmals mühseelig eintippen müßte, da müßt ihr nur vorne wieder anfangen zu lesen. Und erzählen werd ich von dieser Reise eh noch einige Male.